Kulturelles leben

 
 
 
 
 

Das Leben in Kissamos ist reich an kulturellen Aktivitäten und Veranstaltungen, die Tradition, lokale Sitten und Bräuche pflegen. Es gibt eine große musikalische Tradition im Gebiet Kissamos mit den typischen Klängen der Violine und der Lyra, die von ortsansässigen Musikgruppen gespielt, alle Veranstaltungen begleiten. Natürlich gibt es auch jedes Mal traditionelle Speisen  wie xerotigana, süßer Zwieback, Nüsse, und Trester in Hülle und Fülle. Einen besonderen Platz nimmt auf jeder Veranstaltung die kretische Mandinada  ein, ein Gesang der meistens aus dem Stehgreif improvisiert wird und natürlich auch die Rizitika – Lieder. Große Troubadouren aus Kissamos wie Koutsourelis, Naftis und Kounelis haben der regionalen Musikgeschichte ihren Stempel aufgedrückt.

Gramvousia -  Kretische Hochzeit

Gramvousia ist ein Kulturprogramm, das im August beginnt und bis Mitte  September  dauert. Die Gramvousia - Festivitäten werden seit über 25 Jahren durchgeführt, werden von kulturellen Verein Gramvousa organisiert und haben Ihren Namen von der gleichnamigen Halbinsel bekommen. Das Veranstaltungsprogramm umfasst Sportveranstaltungen wie zum Beispiel Volleyball, Wettkämpfe, Laufen, Fahrradfahren, Schachturniere und vieles mehr. Es finden Literatur- , volkskundliche und künstlerische Abende statt, nicht zu vergessen sind die Konzerte im Steintheater von Nopigia ,die wichtigen Persönlichkeiten der Region, ihrem Leben und Werk gewidmet sind. Höhepunkt der Veranstaltungen stellt die Rekonstruktion der Kritisch – Traditionellen Hochzeitsfeierlichkeiten dar. Für jenen Tag werden ein junger Man und eine junge Frau ausgewählt,die in die Rolle von Bräutigam und Braut schlüpfen und in kretisch- traditioneller Tracht auf Pferden die Stadt durchqueren, begleitet von einem Chor, de Kretische ´Rizitika´- Lieder singt und entsprechend vielen Darstellern, die die Rollen der Angehörigen  übernehmen. Wenn der Hochzeitszug am Platz in der Mitte der Stadt eintrifft, folgt dort ein großes Fest mit traditionellen Volkstanzgruppen und vielen Speisen aus der regionalen Küche, auch Wein und Trester fließen reichlich. Das Fest wird anschließend an verschiedenen Plätzen der Stadt bis in die frühen Morgenstunden ausgiebig gefeiert.

Ausstellung – August der Landwirtschaft

Zuerst in Chania und seit 2008 auch in Kissamos erfreut sich diese Ausstellung großer Beliebtheit. Es werden Produkte der Region ausgestellt, traditionelle Süßigkeiten, Handarbeiten, Produkte aus Holz und überhaupt alles, was in der Umgebung produziert wird. Während der Ausstellung werden auch verschiedene Veranstaltungen durchgeführt, wie musikalisch-künstlerische Abende und Vorträge zu verschiedenen Themen.

Kirchenfeste 

In jeder Ecke Kretas, auf unzugänglichen Bergspitzen und an steilen Küsten, im Waldesdickicht, auf Felsen und  in Höhlen stößt der Besucher auf eine Vielzahl kleiner Kirchen, die vom tief -religiösen Empfinden der Inselbewohner Zeugnis ablegen.Diese  Kirchlein fungierten schon immer in der Geschichte Kretas als Zufluchtssorte in schwierigen Zeiten und viele von ihnen werden bis in die heutige Zeit mindestens ein Mal pro Jahr mit einem Fest geehrt. Dort haben die Gläubigen die Möglichkeit in freier Natur bei Wein und Appetithäppchen die traditionellen ´Rizitika´ zu singen. Die Themenbereiche der Lieder sind vielfältig, sie beziehen sich auf den Kirchenheiligen, dessen Namen gefeiert wird, ein anderes Mal auf die Familien, die das Fest ausrichten, auf die Tapferkeit und auf die fröhliche Runde, die sich zusammengefunden hat. Dem Lied folgt oder geht die thematisch entsprechende Mantinada voraus. Die Kirchenfeiern auf den Dörfern bieten die Möglichkeit zu großem Vergnügen, Musik und Tanz bis in den nächsten Morgen. Einige der bekanntesten Feste werden im Folgenden angeführt.

  • Chrisoskalitissa, Maria Himmelfahrt, 15. August
  • Sirikari, Maria Himmelfahrt, 15. August
  • Voulgaro, Muttergottes der  Bergspitze, 15 August
  • Falassarna, der Hlg. Fotis 11 August
  • Rodopou, der Hlg. Janis gionas, 28. August
  • Nopigia, der Hlg Panteleimonas, 27. Juli
  • Nopigia, Muttergottes Mirtidiotissa (Choni) 24. September

Karneval

Der Kissamitische Karneval blickt auf eine lange Geschichte mit einigen Unterbrechungen zurück. In den letzten Jahren ist er erneut ins Leben gerufen worden und erfreut sich zusehends immer größeren Erfolges. Besonders der Karnevalsumzug im Jahre 2009 hatte eine Vielzahl verschiedener Themenbereiche und zahlreiche Teilnehmer aus allen Altersgruppen. Aus ganz Kreta kamen die Zuschauer angereist, um an der Veranstaltung teilzunehmen und bis in den Morgen zu feiern. Während der Vorbereitungen des Karnevals taucht die Stadt in eine einzigartige Atmosphäre, die auch durch andere, kleinere Veranstaltungen wie die Jagd nach dem verlorenen Schatz (eine Art Schnitzeljagd, wo verschiedene Gruppen mit vielen Aktivitäten Aufgaben und Wissensfragen lösen müssen) und Fastnachtstänzen geschaffen wird.

Das euromediterrane Jugendzentrum – Das Steintheater  

Anfang der 80–er Jahre wurde vom ehrwürdigen früheren Mitropoliten für Kissamos und Selinos Irinäus Galanakis die Orthodoxe Akademie Kretas gegründet. Er realisierte außerdem eine Forschungsstudie des Direktors der Alex. Papaderos über die Gründung eines euromediterranen Jugendzentrums auf Kreta und Gavdos. In zwei aufeinander folgenden Schritten kaufte die Orthodoxe Akademie Kretas im Gebiet von Nopigia in der Bucht von Kissamos 170 Hektar, die sich seitlich über einen Hügel und entlang der Küstenlinie mit Blick auf das Meer erstrecken. Die Akademie stellte diesen schönen Platz für die Anlagen des euromediterranen Jugendzentrums zur Verfügung mit der Perspektive, die Aktivitäten auch auf die Insel Gavdos auszudehnen. Das Jugendzentrum wurde 1988 als eine Unterableitung der Orthodoxen Akademie Kretas ins Leben gerufen und befand sich unter dem Vorsitz des damaligen Mitropoliten Irinäus.

Unter Mithilfe von Jugendlichen aus 43 europäischen und Mittelmeerländern wurden in den folgenden Jahren Arbeiten durchgeführt wie der Bau von Wohnanlagen die Anlegung von Straßen, die Umzäunung des gesamten Gebiets, Baumpflanzungen und der Bau eines steinernen Freilicht - Theaters mit 1000 Sitzplätzen, das im Mai 1992 eingeweiht wurde und seitdem für künstlerische Aktivitäten der Region zur Verfügung steht. Außerdem wurde von den Jugendlichen die kleine Kirche mit dem Namen 'Metamorphose' des Erlösers erbaut. Erklärtes Ziel des euromediterranen Jugendzentrums ist, die Voraussetzungen für Bildungsprogramme für Kinder und Jugendliche zu schaffen mit sozialen und kreativen Themenbereichen in liebevoller Atmosphäre, gegenseitigem Respekt und Solidarität.